Kategorien
Blog

Wilde Kinder

Was passiert mit Menschen, die unter extremen Bedingungen aufwachsen? Was passiert mit einem Menschen, der mit Hunden aufwächst oder komplett isoliert von anderen Menschen? Sind Menschen ein Produkt ihrer Gene oder ihres Umfelds (Erfahrungen)?

Solche Fragen sind unglaublich spannend und wichtig, um die Welt besser zu verstehen. Und es gibt einige Fälle, die solche Fragen beantworten.

In der folgenden Doku wird gezeigt, dass Kinder, die unter extremen Bedingungen aufwachsen, ein völlig anderes Verhalten als „normale“ Menschen haben. Oxana Malaya, das Mädchen, das 6 Jahre lang unter Hunden aufgewachsen ist, verhielt sich zum Beispiel eher wie ein Hund als ein Mensch. Sie konnte nicht sprechen und auch nicht laufen, sondern lief auf allen Vieren, wie ein Hund.

Auch Genie ist mehr als 10 Jahre unter extremer Isolation aufgewachsen, konnte nicht sprechen und zeigte völlig andere Verhaltensweisen als Kinder in gleichem Alter.

Was auch interessant ist, ist, dass diese Menschen „normale Verhaltensweisen“, wie sprechen und auf 2 Beinen laufen, lernen konnten, allerdings nur eingeschränkt. Das ist ja auch klar, denn wenn du bis zum Alter von 13 Jahren und 7 Monaten nicht richtig sprechen gelernt hast, wird es sehr schwer für dich, so etwas richtig zu verstehen. Wie in der Doku gezeigt wird, ist das Gehirn von wilden Kindern kleiner und missgebildet:

Hier ist die ganze Doku:

Menschen sind also ein Produkt ihres Umfelds (ihrer Erfahrungen), so wie du und ich auch. Das wird noch ausführlicher beschrieben im Buch „Verhalten: von Genen bis Geschlecht“:

Wenn ich jetzt an meine eigene Kindheit denke, dann ist es irgendwie absurd. Gab es jemals Gespräche über menschliches Verhalten? Über Wissenschaft und wie Wissenschaft funktioniert? Wurde meine Neugier auf die Welt geweckt? Ehrlich gesagt nein…

Man kommt aus der Schule heraus und kann lesen und schreiben, einige komplexen mathematischen Sachen ausrechnen, vielleicht Latein, vielleicht Französisch und Wirtschaft. Das hatte ich als Kernfach in meinem Abitur. Ich wurde bestens darauf vorbereitet ein Arbeiter zu werden oder planlos BWL zu studieren, so wie tausende andere jedes Jahr, um dann in einer Marketing-Abteilung zu sitzen und Sachen zu verkaufen. Herzlichen Glückwunsch Gesellschaft!

Zum Glück bin ich reisen gegangen und hatte freie Zeit um zum einen über diesen erstaunlichen Planeten und zum anderen über die Probleme und wo sie herkommen zu lernen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.