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Was bedeutet es ein Mensch zu sein?

Wenn du Leute auf der Straße mit dieser Frage konfrontierst, wirst du wahrscheinlich viele irritierte Blicke bekommen. Einige werden vielleicht auch gar keine Zeit haben, diese Frage zu beantworten, da sie gerade einkaufen sind, zur Arbeit gehen oder andere Dinge erledigen müssen.

Viele Menschen leben in einer Realität, die sich um Netflix-Serien, Jobs, Autos, Häuser, TikTok, Instagram und Facebook dreht.

Doch sind wir Menschen wirklich dazu verdammt, ein Leben zu führen, dass sich um banale Dinge (erfundene Geschichten, Oberflächlichkeiten etc.) dreht?

Wie so oft lautet die Antwort, dass wir in einer handelsbasierten Gesellschaft leben, in der solche Werte gefördert und aufrechterhalten werden.

Doch was bedeutet es wirklich ein Mensch zu sein, wenn wir all den gesellschaftlichen und kulturellen Bullshit weglassen?

Wahrscheinlich lässt sich diese Frage am besten mit unserer Geschichte beantworten. Mit der Geschichte von uns Menschen.

Woher kommen wir?

Dieses Bild hab ich selbst gemacht

Die einfachsten Fragen sind manchmal die spannendsten. Ich meine, hast du jemals darüber nachgedacht, wie es passieren konnte, dass du jetzt in diesem Moment lebst?

Vielleicht hast du schon mal gehört, dass das Universum 13,8 Milliarden Jahre alt ist und dass es sich wie ein Kuchenteig, der aufgeht, immer weiter ausdehnt. Wissenschaftler haben das herausgefunden, indem sie Galaxien beobachtet haben. Diese Galaxien bewegen sich nicht nur von uns, sondern auch von anderen Galaxien weg und jetzt kommt das Verrückte: mit einer immer größer werdenden Geschwindigkeit.

Das muss bedeuten, dass am Anfang das ganze Universum in einem unvorstellbar kleinen ‚Punkt‘ konzentriert war und dann (vor 13,8 Milliarden Jahren) angefangen hat, sich auszudehnen. Der Anfang unseres Universums wird auch Urknall genannt.

Mit dem Urknall ist also alles entstanden, was wir kennen – Materie, Raum und Zeit.

Allein darüber nachzudenken ist schon so faszinierend, weil es echt ist ist. Das ist keine erfundene Netflix-Serie, wie Game of Thrones, oder ein Film der Star Wars Reihe oder einer der Marvel Filme – sondern die Realität.

Ich habe schon Menschen kennengelernt, die an komplexen wissenschaftlichen Themen forschen, wie zum Beispiel mehr über den Mond Io herauszufinden (einer der 4 Monde von Jupiter) und Physik studiert haben oder in der Genforschung arbeiten, aber dennoch von Dokumentationen über die Realität gelangweilt waren und lieber Zeichentrickfilme oder Disney-Komödien anschauen wollten.

Mir ist es so vorgekommen, als ob sie die wissenschaftlichen Arbeiten als einen Job betrachten und nicht wirklich begreifen, woran sie dort arbeiten… aber zurück zur Entstehungsgeschichte von allem:

Mit zunehmender Zeit sind durch Gravitation (die Kraft, die uns auf der Erde hält) Sterne entstanden, in denen einfache Atome, wie Wasserstoff, zu komplexeren verschmolzen (fusioniert) sind. Durch gewaltige Explosionen der Sterne am Ende ihres Lebens wurden diese neuen komplexeren Atome ins All geschleudert.

Schließlich formten und formen sich auch heute noch faszinierende Dinge durch diese Atome, wie Sonnensysteme und Galaxien, schwarze Löcher und Neutronensterne, Monde und Planeten.

Planet Erde auf dem wir leben ist vor 4,5 Milliarden Jahren entstanden und durch eine Reihe komplexer Ereignisse (Abstand zur Sonne, Bildung eines starken Magnetfeldes und der Atmosphäre, die vor gefährlicher kosmischer Strahlung schützen, Jupiter, der durch seine enorme Masse eine schützende Wirkung auf die Erde ausübt, da große Mateoriten eher auf ihn einschlagen, dem Mond, der chemischen Zusammensetzung der Erde etc.) sind vor vermutlich 4,1 Milliarden Jahren die ersten Lebewesen entstanden.

Sei dir auch da bewusst, dass alle Lebewesen, die es auf der Erde gibt, aus diesen winzig kleinen Bausteinen (den Atomen) bestehen.

Insgesamt besteht alles, was du siehst, aus diesen Atomen – so auch wir Menschen und natürlich auch du. Die ersten Menschen sind dann im Laufe der Evolution vor 6 Millionen Jahren entstanden und der moderne Mensch „Homo Sapiens Sapiens“ entwickelte sich vor ca. 200.000 Jahren.

Hier ist noch ein sehr gutes Video von Kurzgesagt, dass das Ganze in eine interessante Perspektive bringt:

https://videos.trom.tf/videos/watch/495e6513-ad40-4b92-aca2-79d1eb155381

Was bedeutet das alles:

Wahrscheinlich hast du solche Fakten schon mal gehört und du denkst vielleicht, das ist ja nichts Neues.

Aber wenn du dir jetzt nochmal Gedanken darüber machst und dir klar wird, dass du aus winzig kleinen Teilchen – den Atomen – bestehst, die in sterbenden Sternen entstanden sind.

Wenn dir bewusst wird, dass du Sternenstaub bist und dein Leben ein winzig kleiner Pixel in einem riesigen Bild in diesem gigantischen Film des Universums ist.

Wenn du voller Erstaunen erkennst, dass du selbst Teil dieses erstaunlichen Universums bist und dich im Prinzip selbst beobachten kannst, dann rückt das einige Dinge ins richtige Licht.

Wie schon Carl Sagan gesagt hat sind wir alle nur Menschen auf diesem blassen blauen Punkt.

Wir alle sind Menschen mit Stärken und Schwächen, mit Träumen und Zielen, mit Wünschen und Bedürfnissen. Unsere handelsbasierte Gesellschaft macht aus uns Ärzte und Polizisten, Fußballer und Manager, Fachinformatiker und Schreiner, Richter und Politiker, Lehrer und Sachbearbeiter, Studenten und Arbeitslose. Was wir aber nicht vergessen dürfen, ist, dass wir alle nur Menschen sind. Und wir werden von unserem Umfeld beeinflusst – das ist alles.

Nimm also deine Karriere als CEO nicht so ernst. Wenn du reich bist und alles hast, was du willst – mehrere teure Autos, Villen, Luxusyachten und sehr viel Geld. Was dann?

Ist es wirklich Wert das neue Iphone zu kaufen, um cool zu sein?

Ist es Wert, deine kostbare Zeit in Jobs, die dich nicht glücklich machen, zu verschwenden?

Ist es Wert, deine Zeit dem Konsum von mehr und mehr Dingen zu widmen, anstatt den Planeten zu bereisen und mehr über die Welt zu lernen?

In Bitcoins, andere Coins oder Aktien zu investieren, anstatt anderen Menschen/Projekten damit zu helfen?

Fußball zu schauen, anstatt selbst Fußball zu spielen?

Anderen versuchen zu gefallen, anstatt das zu machen, was du wirklich gerne machen möchtest?

Mensch zu sein bedeutet meiner Meinung nach, die faszinierende Realität in der wir leben versuchen zu verstehen oder sich zumindest dessen bewusst zu sein (von Quarks zu schwarzen Löchern, von Neutronensternen hin zu unserem Sonnensystem, von den Problemen der Erde hin zu Alternativen, sie zu lösen), zu wissen, dass Grenzen, Religionen, Gesetze und auch Geld nur menschliche Erfindungen sind, und sich darüber im Klaren zu sein, wie kurz und wertvoll die eigene Existenz wirklich ist.

Sasha ist zum Beispiel ein Mensch, der sich dessen sehr wohl bewusst ist und ich kann empfehlen, einen Blick auf Ihren Blog zu werfen, auf dem du mehr über sie erfahren kannst. Hier ist ein cooles Video von ihr in dem sie erklärt, dass die Erde wie ein Gefägnis ist:


In meinem Leben habe ich gelernt, dass viele Menschen (mich eingeschlossen) sehr an Dingen, Orten, Menschen und Gewohnheiten hängen, mit denen sie vertraut sind.

Das alljährliche Oster- und Weihnachtsfest, verschiedene kulturelle Veranstaltungen, wie Karneval, Halloween, Oktoberfest oder Silvester, familiäre Feiern, wie z.B. Hochzeiten, Geburtstage etc., das Weggehen mit Freunden, um sich zu betrinken, stark beworbene Veranstaltungen, wie die Fußballsaison oder Weltmeisterschaft, die olympischen Spiele oder der Super Bowl. Auch das sind alles nur menschliche Erfindungen und ja, auch Ereignisse, die Menschen zusammenbringen und Freude bereiten können, aber häufig auch erzwungene Veranstaltungen, die aufgrund unserer handelsbasierten Gesellschaft aufrechterhalten werden.

Vielleicht denkst du, dass es in Zukunft keine Kultur mehr geben wird, wenn diese Dinge verblassen würden. Aber ganz im Gegenteil, wenn Menschen nicht mehr gezwungen sind einen Job zu haben und freie Zeit haben, mehr über die Welt zu lernen und das zu tun, was sie wollen, dann wird es eine Explosion von Möglichkeiten geben, um andere Menschen kennenzulernen, zu reisen, gemeinsam an Projekten zu arbeiten, und sehr wahrscheinlich würden wir andere Ereignisse feiern, wie zum Beispiel wenn eine Krankheit besiegt wurde, wenn eine neue wissenschaftliche Entdeckung gemacht wurde oder andere (zum Beispiel kosmische) Ereignisse, die echt und nicht erfunden sind.

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